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Aug 22: Bei einer Baustellenbegehung mit den zuständigen Planerinnen Kerstin Winandi von Planstatt Senner und Ursula Hochrein wurden die Hintergründe der einzelnen Bereiche und der momentane Zustand von Bau, Planzungen und Ausstellung genau beleuchtet.

Der Blick hinter die Kulissen mit den Planerinnen

Weniger als 300 Tage hat die Gartenschau in Balingen noch Zeit bis zur Eröffnung ihrer Tore. An einigen Stellen lassen sich jetzt schon die zukünftigen Blühfelder erkennen und an anderen wird noch kräftig gebaut. Die Planerbüros Planstatt Senner aus Überlingen und lohrer.hochrein aus München und Gartenschau-Geschäftsführerin Annette Stiehle sind zuversichtlich: „Wir sind baulich noch gut im zeitlichen Rahmen und sehen der Eröffnung der Gartenschau im kommenden Mai optimistisch entgegen.“

Bei einer Baustellenbegehung mit den zuständigen Planerinnen Kerstin Winandi von Planstatt Senner und Ursula Hochrein wurden die Hintergründe der einzelnen Bereiche und der momentane Zustand von Bau, Planzungen und Ausstellung genau beleuchtet.

Fragen zum Umgang mit der momentanen Trockenheit und wie garantiert werden kann, dass bis nächstes Jahr alles gut anwächst, standen presseseitig stark im Fokus. Hier waren die Planerinnen optimistisch. „Die Pflanzungen wurden bewusst auch nach den Bereichen ausgewählt. In den Eyachterrassen beispielsweise wurde eine eher wilde Pflanzung gewählt, die dadurch, dass sie aus heimischen Pflanzen besteht und deswegen an die Witterungen entsprechend angepasst ist, auch widerstandfähiger gegenüber den verschiedenen Einflüssen reagiert. Des Weiteren geben die Wildblumen den heimischen Insekten einen Lebensraum in Innenstadtnähe,“ so Frau Hochrein von lohrer.hochrein.

Je nach Abstand zum Eyachufer wurden im gesamten Gelände die Pflanzungen von hochwassertauglich bis hin zu blühenden Stauden gewählt.

Als besonders interessant und teilweise auch herausfordernd bei der Planung der Gartenschau in Balingen nannte Frau Winandi vorhandenen Strukturen, die auch bestehend bleiben sollten: „Hier in Balingen bei der Gartenschau werden neue Elemente in die bereits bestehenden Gegebenheiten eingeflochten. Die bestehenden Strukturen werden als Perlen herausgearbeitet und geben den neu geplanten Bereichen einen Rahmen. Da wären beispielsweise bestehende Verkehrsflüsse, die sowohl während des Baus, als auch während und nach der Gartenschau bestehen bleiben müssen. Das ist bei einer nicht so stadtnahen Gartenschau wesentlich einfacher zu handhaben.“

„Neben den Herausforderungen in der Planung bietet die Erhaltung dieser Strukturen einen unglaublichen Mehrwert für die Bürger, da der Weg aus der bebauten Innenstadt in die grünen Erholungsflächen sehr kurz ist,“ ergänzt Frau Hochrein.

Auch im Aktivpark wurde der Bestand berücksichtigt. Die Jugendlichen in Balingen durften in verschiedenen Workshops Vorstellungen zur Gestaltung hervorbringen. Dabei wurde beispielsweise der Wunsch „nach einem Ort, der so besonders ist, dass es ihn nur in Balingen gibt und ich ihn auf Instagram posten möchte“ geäußert. Die verschiedenen Wünsche und Vorschläge wurden in weiteren Treffen gemeinsam ausgearbeitet. Daraus entstanden sämtliche Bewegungs- und Erholungsstrukturen in diesem Bereich. Damit dieser generationenübergreifend gestaltete Park attraktiv wird und bleibt, sind die Pflanzungen auch hier nach besonderen Aspekten ausgewählt worden.

„Ganz nach dem Motto beach, leisure, pleasure, also Strand, Freizeit, Vergnügen, sind die Pflanzen hier eher strandnah gewählt. Damit das lässige Lebensgefühl nachhaltig bestehen kann, wurden Gräser und sportrobuste Pflanzen ausgesucht. Wichtig ist nämlich rund um die Bewegungs- und Sportstruktur, dass die Pflanzen trittverträglich sind und nicht direkt ausgetauscht werden müssen, wenn mal ein Ball darüber rollt oder im fokussierten Spiel eine Person über den Rand tritt,“ erklärt Frau Winandi die entspannt wirkende Umgebung.

Das Gewerbegebiet soll durch die aufgeschütteten Hügel ausgeblendet werden.

Im Bereich des Eyachstrands, ist durch die flache Landschaft natürlicher Hochwasserschutz entstanden. Diese Fläche schafft dem Wasser Retentionsraum, um sich im Hochwasserfall auszubreiten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Planerinnen der Planerbüros lohrer.hochrein und Planstatt Senner auf den ehemaligen nicht zugänglichen und nutzbaren Flächen die Kulisse für die Pflanzungen und Ausstellungsbeiträge für das Gartenschau-Jahr gebildet haben.

 

Die Führung wurde begleitet von RTF.1: