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Okt. 22: Das Thema Kunst wird auf der Gartenschau eine wichtige Rolle spielen. Mit hochkarätigen Kuratoren und professionellen Künstlern wird die Gartenschau künstlerisch bereichert.

Kunst auf der Gartenschau

Drei regionale Kuratoren präsentieren Ihnen im Gartenschaujahr die Schaustücke von 5 ausgewählten Künstlern

VITALI SAFRONOV

1996
Geboren in Omsk (Russland)
Lebt und arbeitet in Stuttgart sowie in Belgrad (Serbien) und St. Petersburg (Russland)

1982
Studium der Kunstpädagogik in Omsk

1988 Desight-Studium an der Technischen Universität Omsk

1996 - 2002
Studium der Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei den Professoren Karl-Henning Seemann und Giuseppe Spagnulo

seit 2003
tätig als freischaffender Künstler

2005 - 2006
Dozent für Zeichnen an der Volkshochschule Ludwigsburg
Dozent für Plastikgestaltung an der KS-Kunstschule, Stuttgart
Dozent für Plastikgestaltung der Schwanthaler Schule, München
Dozent der Freien Kunstakademie am Bodensee, Kunstzeit-Allensbach

seit 2012
Dozent an der Kunstschule "Labyrinth", Ludwigsburg

Skulpturen Naturverbunden

Eine Werkgruppe von Skulpturen, die im freien Feld präsentiert sind, thematisieren die tiefe Verbindung zwischen Mensch und Natur. Plastische Gestalten sind aus Bronze gegossen, in deren verschiedene Naturteile und Strukturen integriert sind. Flora, Fauna und Mensch wachsen zusammen als blutsverwandte Gruppe unter dem Zeichen eines Baumes, Pflanze oder Tier als Sinnbild unserer Existenz.

Kuratiert von

Rudolf Greiner

Zeljko Rusic

Zeljko Rusic

Für den Bildhauer Zeljko Rusic, geboren 1967 in Knin bei Split in Kroatien, steht bei seinen Arbeiten der Mensch im Mittelpunkt. Er bearbeitet vorwiegend Holz mit der Kettensäge, womit er Vorsprünge, Schnitte, Verdichtungen oder Maserungen im und am Holz auf seine ganz besondere Weise hervorheben kann. Zeljko Rusic´s Skulpturen entstehen aus seinen ganz persönlichen Auseinandersetzungen mit elementaren Fragen des Menschseins. Die sich dabei entwickelnden Inspirationen setzt er unmittelbar mit der Kettensäge um und formt Objekte, die in der zeitgenössischen Bildhauerei nicht in die üblichen Kategorien einzuordnen sind. Er lässt sich nicht festlegen auf Abstraktion oder Figuration – beides kommt vor, aber die Emotionen und Gedanken während des Schaffensprozesses bestimmen seinen Umgang mit dem Werkzeug und sein Gefühl für das Material, in der Regel Holz, aber auch der Umgang mit Aluminiumguss, Eisenguss oder Cortenstahl reizt ihn. Bei seinem Nach- und Vordenken über Fragen des Menschseins und der Menschlichkeit erstaunt es nicht, dass in allen Arbeiten von Zeljko Rusic der Mensch als Figur auftaucht, mal fast unscheinbar klein, mal torso-ähnlich überlebensgroß. Dabei bildet er nicht den Menschen anatomisch korrekt nach, sondern formt sinnlich erfahrbare Metaphern über menschliche Befindlichkeiten oder Lebenssituationen. Seine Werke erzählen etwas, vielleicht eine Geschichte und die kommen beim Betrachter an als ganz eigene Geschichte, vielleicht auch als etwas Geheimnisvolles – das der Betrachter erst entdecken kann. Dieser soll seine eigene Phantasie lebendig halten und seine eigene Art, zu fühlen, entdecken. Der Künstler lässt alle Deutungen offen und gibt daher keiner seiner Arbeiten einen Titel.

Zeljko Rusic belässt das Material Holz durchweg in seiner natürlichen Struktur und Konsistenz, betont bei einigen Arbeiten aber besonders die Struktur, indem er das Holz samtartig schwarz flämmt oder weißt. Mal fein, mal kräftig mit bewusst rauen Schnitten, Riefen und Risse einbezogen, gestaltet der Künstler seine Menschenbilder, die dadurch einen unverwechselbaren, ganz persönlichen Ausdruck erhalten. Die Oberfläche der Skulpturen wird durch ein einzigartiges Spiel von Licht und Schatten geradezu lebendig und bezieht den Betrachter ein in einen dynamischen Kontakt zum zunächst statisch wirkenden Kunstwerk.
Seine Empathie für das Material Holz fordert ihn heraus, die Widerstände in diesem Material zu überwinden und auszutesten, was gerade noch machbar ist. Immer wieder provoziert er damit ein fast ungläubiges Staunen beim Betrachter darüber, wenn sie erfahren, dass die Kunstwerke in der Regel aus einem Holzblock gefertigt wurden – und dann noch mit einem der rauesten Holzbearbeitungsgeräte, der Kettensäge.
Zeljko Rusic merkt man in seinen Arbeiten an, mit welcher Begeisterung er sie schafft. Die Idee für eine neue Skulptur, der Anspruch und die Herausforderung, etwas noch nie Dagewesenes und womöglich sogar fast Unmögliches zu schaffen, bringt ihn in einen euphorischen Zustand, der im fertigen Werk seine Erfüllung findet. Man sieht den Werken des Bildhauers Zeljko Rusic sofort an, dass sie entstanden sind aus der Hand eines Künstlers, der seine handwerklichen Techniken auf höchstem Niveau entwickelt hat und ganz eigene Wege geht. Was ihn auszeichnet, ist sein einzigartiges Formsehen, seine Inspirationen und die immer wieder bewiesene Fähigkeit, sich und seine human-philosophischen Grundgedanken über die bildhauerische Gestaltung auszudrücken. Die so geschaffene “Aura” schwingt in jedem seiner Arbeiten mit und bewirkt eine inspirierende Resonanz beim aufmerksamen Betrachter. Rusic ist 1987 nach Schaffhausen umgezogen und arbeitet seit 1991 in Königsfeld im Schwarzwald.

Der Würfelturm

O. T. Eisen/geschweißt | Entstehungsjahr 2022 | Gesamthöhe 595 cm

Diese Skulptur ist aus 39 Eisenwürfeln in eine Spiralform zusammen geschweißt. Spirale als Symbol für Leben an sich. Alles funktioniert auf Grund von Wiederholung, nur ist die Wiederholung immer auf einer anderen Ebene, dadurch eine Spirale und kein geschlossener Kreis.  Die Figur auf der Spirale sollte Assoziation zum Leben “ in der Spirale “ verdeutlichen.

Der Würfelturm aus angerostetem Metall stellt das sehr filigrane Fundament für eine Figur (ebenfalls aus Metall) dar. Der Turm hat eine beeindruckende Höhe von 5,95 Meter und ist dadurch schon von Weitem zu sehen.
Für die Gartenschau ist diese oder eine ähnliche Skulptur vorgesehen.

Vergleichskunstwerke

Kuratiert von

Galerie Meinlschmidt GmbH

Walter Meinlschmidt
Kunsthaus Balingen
Hermann-Berg-Straße 1
72336 Balingen

Tel.-Nr.: 07433 2774350
E-Mail: me@meinlschmidt.de

www.galerie-meinlschmidt.de

Faxe Müller

2021
4.Platz beim „6. Internationalen André Evard-Preis, Kunsthalle Messmer, Riegel a. Kaiserstuhl

2019
Publikumspreis - Ausstellung „22. Skulpturenpark“, Mörfelden- Walldorf (Wettbewerb)

2018
Kunstpreis des Darmstädter Baltenhaus (Wettbewerb)

2015
Paul Hindemith-Denkmal Stadt Hanau (Wettbewerb) Kindererziehungszeit

1998
Kulturpreis des Main – Kinzig – Kreises

1989
Entwicklung einer reduzierten Formensprache „Keilkörper“

seit 1984
Bildhauer, figurative Skulpturen in Holz, Stein, Metall und Gusstechniken; Berufsausbildung zum Mechaniker

1963 in Jossgrund Burgjoß / Spessart geboren

Skulptur Keilkörper_2020

Die in einer Verdrehung aufstrebende Keilform entwickelt sich zu einer kreisförmigen Geste. Vom entstandenen Raum wird ein geschwungener weiterer Keil aufgenommen. Die dynamische Skulptur wirkt durch ihre Flächen und Kanten. Durch die Konstellation ihrer räumlichen Erscheinung eröffnet sie einen weiten Interpretationsspielraum.
Die harmonisch und edel wirkende Patina des Corten-Stahls bildet eine pflegeleichte Schutzschicht. Gestalterisch gliedert sich die Skulptur in die breit gefächerte Werkgruppe seiner Keilkörper ein.

Kuratiert von

Galerie Meinlschmidt GmbH

Walter Meinlschmidt
Kunsthaus Balingen
Hermann-Berg-Straße 1
72336 Balingen

Tel.-Nr.: 07433 2774350
E-Mail: me@meinlschmidt.de

www.galerie-meinlschmidt.de

Basilius Kleinhans

Basilius Kleinhans

1968
In Beckum/Westfalen geboren Ausbildung bei seinem Vater, dem Bildhauer Bernhard Kleinhans in Sendenhorst

1993
Meisterprüfung als Metallgießer Mitarbeit in Werkstätten in München, Köln, Wien

1991/92
Atelier für künstlerisches Zeichnen der Universität Münster

1992/93
Hochschule für Angewandte Kunst Wien und Mitarbeit im Atelier von Professor Bertoni

1994
Steinbildhauer-Symposium Salzburg

1995
Sommerakademie „Kunstleben“ in Irrsee

seit 1996
Zahlreiche Plastiken im öffentlichen Raum und in Privatbesitz.

Lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Günzburg und Sendenhorst. Seither zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen sowie Messebeteiligungen.

Skulpturen Sonnenboote

Das Formenvokabular von Basilius Kleinhans umkreist türkis changierende Bootsrümpfe mit goldenen Segeln, angelehnte Ruderstangen, die wie Kraftlinien vehement in den Raum greifen, symbolisierte Sonnenstrahlen, Leitern von einer Ebene in die nächsthöhere und Häuser. Kostbare Bronzeschnitte ahmen einen Nachthimmel mit imaginären Sternbildern nach oder Flüsse, Seen und Inseln.

Die zeichenhaft reduzierten Formulierungen regen zu assoziationsreichen Bildern an und evozieren eine Dimension der Unendlichkeit.

Seine auf das Wesentliche reduzierten, fast archaischen Werke sind voller Andeutungen und eröffnen einen wahren Reichtum an religiösen, mythologischen und philosophischen Gedankenspielen.

Basilius Kleinhans variiert die fließende Form des Bootskörpers als Serie aneinandergereiht, als Blüte geformt, im goldenen Kreis als Sonnensymbol oder gleichsam schwebend von langen Bronzestäben getragen. Das Boot ist Symbol für den Übergang, das Hinstreben auf ein Ziel und einen neuen Anfang. Es symbolisiert eine Reise im Diesseits oder gar die letzte Reise ins Jenseits.

Geschweißte Bronzeplatten lassen noch das heiße Metall erkennen, das mit Ziseliereisen und Polierwerkzeugen bearbeitet wurde. Das Patinieren ist ein weiterer und wichtiger Schritt der Vollendung und nimmt den natürlichen Vorgang der Oxidation vorweg. Dafür trägt Basilius Kleinhans eine eigene Rezeptur der Patinier-Lösung auf, die danach mit der Gasflamme eingebrannt wird.

Der letzte Schritt ist die kontrastreiche Veredelung mit Blattgold und Palladium. Diese hellen Elemente wirken wie undefinierbare Lichtquellen. Sie erleuchten die Bronzesymbole und heben sie auf eine höhere Ebene.

Basilius Kleinhans‘ Arbeiten besitzen eine geheimnisvolle Anziehungskraft und sind getragen von Gegensätzen wie Tag und Nacht, Himmel und Erde, Licht und Schatten, Innen und Außen, Verbindung und Trennung. Sie erzählen Geschichten vom Abenteuer und Schutz suchen, vom Zueinander und Miteinander, vom Reisen und Ankommen, von Ewigkeit.

Kuratiert von

galerie kunstblick

Heidrun Bucher-Schlichtenberger
Neue Straße 44
72336  Balingen

Tel.-Nr.: 07433 9675057
Mobil: 015154850040
E-Mail: Info@kunstblick-balingen.de

www.kunstblick-balingen.de

Renate Hofer

Nach ihrer Karriere als Szenenbildnerin für internationale und nationale Film- und Fernsehproduktionen widmet sich Renate Hofer seit über 10 Jahren ausschließlich der Bildhauerei. Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten hat sie bei Bernd Uiberall/ Mallorca und Thorsten Bisby-Saludas/ Berlin erlernt. Immer wieder besucht sie seitdem Symposien und Workshops für und mit Bildhauern und stellt ihre Arbeiten aus. Zusammen mit diesen Kollegen wurden ihre Werke mehrfach in Berlin und Mallorca gezeigt. Renate Hofer lebt und arbeitet in Starnberg.

Ausstellungen:
2021 Einzelausstellung „VERÄNDERUNG“, Schlossgarten Starnberg
2020 Gemeinschaftsausstellung „MALEREI und SKULPTUREN“ mit Malerin Franziska Schemel, galerie kunstblick, Balingen
2019 Einzelausstellung „STEINE“, Rosengarten Rosenfeld
2018 Einzelausstellung „Sculpere“ im Schacky- Park in Dießen am Ammersee
2017 „VIS À VIS“, Renate Hofer, Stein und Nino Strauch, Fotografie, galerie kunstblick, Balingen
2015 „Steine“, Schlossgarten Starnberg
2013 Installation "Schwimmer", Museum Starnberger See
2011 "Nicht nur Steine...", Marstall, Berg am Starnberger See

Skulpturen Sphären

Blumen und Steine sind zunächst einmal Gegensätze von zart und massiv, von filigran und kompakt, von Leichtigkeit und Schwere. Der Stein beinhaltet die verdichtete Geschichte des gesamten Universums. Bei der Gartenschau gehen die „drei Sphären“, floral anmutende Steinskulpturen, von Renate Hofer eine wunderbare Symbiose mit den verschiedenen Blumen und Stauden ein. Dabei wirken die Skulpturen nicht dominant, sondern ergänzend, die Gartenanlage veredelnd, ermöglichen Durchblicke und Einblicke, fokussieren die Landschaft und setzen mit ihrer formalen Eleganz Akzente. „Mit den Augen denken“, das ist die mentale Herausforderung, der sich die Steinbildhauerin Renate Hofer immer wieder aufs Neue stellt. Renate Hofer tut dies, wenn sie einen unbehauenen Steinblock vor sich hat, einen Brocken Cottaer Sandstein aus dem Elbtal, Jahrmillionen altes Material, und diesem formales Leben einhaucht. Renate Hofers Werke entstehen immer im direkten Dialog mit dem Stein. Aus dem respektvollen Umgang mit diesem Medium findet und gestaltet die Künstlerin eine neue transformierte Ebene und Form.

Skulptur Treppe im Park

Renate Hofers Formenrepertoire ist vielfältig. Sie spielt mit organoiden, weichen Formen, mit der einst von Brancusi angeregten Gegenstandslosigkeit, verwendet aber auch tiefe Höhlungen, schafft Durchbrüche, setzt Löcher, so wie der große Vorreiter Archipenko. Dann bleibt sie aber auch dem Kubischen verhaftet.

Aufgebrochene Formen mit fensterartigen Durchblicken, wie die Steinskulptur „Aufsteigende Treppe“ erlauben aufgrund ihrer geöffneten Struktur die Expansion in den Umraum und den Ausblick in die endlose Landschaft. Der Raum umgibt hier nicht nur das Objekt, sondern dringt in es ein, trägt es. Räume im Stein sind entstanden.

Skulpturen Schwimmer

Die „Installation Schwimmer“, lebensgroße heitere Figuren aus Terracotta, mit leuchtender wetterfester Acrylfarbe handbemalt, vermitteln den Betrachter:innen überschwängliche Lebensfreude und Fröhlichkeit am Wasser, am Wehr der Eyach.

Kuratiert von

galerie kunstblick

Heidrun Bucher-Schlichtenberger
Neue Straße 44
72336  Balingen

Tel.-Nr.: 07433 9675057
Mobil: 015154850040
E-Mail: Info@kunstblick-balingen.de

www.kunstblick-balingen.de